Kirche
Die Kirche entwickelte sich aus einer kleinen Kapelle aus dem Jahr 1517.[17] 1700 wurde der Turm durch Meister Jacob Leuwe errichtet und 1753 erneuert.[18]
Ein Umbau zu einer barocken Kirche erfolgte zwischen 1734 und 1736.[18]
Im Jahr 1793 wurde die Kirche als Filialkirche von Bamme [19] erwähnt.
Durch größere Umbaumaßnahmen im Jahr 1909 erhielt die Kirche ihre heutige Form..[17][18]
Ausführlich berichtet wird darüber in der Akte des Landesarchivs Brandenburg
Signtur: 2A II WH 418 - Bau und Unterhaltung der Kirche in Gräningen 1904 - 1910

Die Einweihung fand am 8. Mai 1910 statt,[18] als Geschenk der Kaiserin Auguste Viktoria überreichte der Berliner Generalsuperintendent eine Altarbibel.[18]
Die aufwendigen Umbauarbeiten dieser beiden Jahre und die feierliche Einweihung wurden anschaulich vom damaligen Pfarrer Fiedler aus Bamme beschrieben.[20]

Zur Innenausstattung der Kirche zählt das Taufbecken aus dem Jahr 1686, der Kanzelaltar aus dem Jahr 1732

sowie Chorfenster mit Glasmalereien.[18]

Im Jahr 1889 erfolgte der Bau der Orgel durch August Ferdinand Wäldner. Die Wäldner-Orgel wurde nach dem Umbau der Kirche im Jahr 1910 von Alexander Schuke wieder aufgebaut.[21]

Eine gründliche Überholung wurde 1992 von Ulrich Fahlberg durchgeführt mit der Erneuerung der Prospektpfeifen, die im Rahmen der Rüstungsproduktion für den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917 beschlagnahmt worden waren.[18]
Eine ausführliche Beschreibung der Kirche und der Glocken erfolgt auch in dem Buch:
"Die Kunstdenkmäler des Kreises Westhavelland" von Theodor Goecke - 2021 im Klaus Becker Verlag
als unveränderter Original-Nachdruck des Buches:
"Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg", Band II, Teil 1. Berlin 1913
Die große Glocke 0,76 m Durchmesser enthält am Halse zwischen glatten Linien in Perlenstreifen folgende Reliefs:

Die kleine Glocke 0,70 m Durchmesser ist ohne Inschrift und Verzierung. Das Hemd ist gerade abgedreht und am Halse 6 glatte gezogene Linien.
