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Geschichte

Die erste Besiedlung der Region um Gräningen ist durch frühzeitliche Funde[2] belegbar, die heute als Bodendenkmäler erfasst und in der Denkmalliste des Landes Brandenburg für den Landkreis Havelland aus 2008 dokumentiert sind.

  • 5800 v. Chr. bis 4000 v. Chr.  –  Siedlung Neolithikum (Jungsteinzeit)
  •   750 v. Chr. bis   500 n. Chr. –  Gräberfeld Eisenzeit
  •     27 v. Chr. bis   284 n. Chr. –  Siedlung römische Kaiserzeit
  •   600 n. Chr. bis   800 n. Chr. –  Siedlung slawisches Mittelalter (eventuell frühe slawische Siedlung Schonlo[3][4] bei Bamme/Gräningen)
  •   800    bis etwa  1500 n. Chr. –  Siedlung deutsches Mittelalter


1375 wurde das Dorf Gräningen (Grenyngen) im Landbuch Karls IV. mit 25 Hufen,[5] [ 6] als Lehnsherrn                     die Knappen Gebrüder Arnd und Nikolaus von Lochow. 

1382 tauschte Dietrich von der Schulenburg als Bischof von Brandenburg das Dorf Gräningen gegen die Dörfer Neuendorf in der Zauche bei Golzow und Friesdorf, die im Besitz von Probst, Prior und Domkapitel Brandenburg zählten. 

1415 erkaufte das Domkapitel auch die Lehn- und Erbgüter der Gebrüder von Lochow, gab jedoch das Schulzengericht mit Haus, Hof, 7 freien Hufen und Zapfenzins vom Kruge an die Gebrüder von Britzke zu Lehn, welche dasselbe noch nach der Reformation besaßen.[7]

1759 gehörte das Dorf zum Domkapitel Brandenburg.[8] 

1816 wurde der königliche Forst mit einem Flächeninhalt von 3.800 Morgen ausgewiesen, bezeichnet als „Revier Hackel“. Der Forst wurde von Preußen dem Fürstentum Halberstadt abgetreten.[9]

1840 wurde die Erbpacht der zur Kirche gehörenden Ländereien von 3 Morgen beschlossen.[10] 

1848 forderten die Dorfbewohner die Aufhebung der Vorrechte der Rittergüter, deren verhältnismäßige Besteuerung sowie die Einführung der Einkommensteuer.[11] 

1851 wurde Gräningen auf Verordnung der königlichen Oberpostdirektion auf der Poststrecke Brandenburg–Rathenow im Rahmen der Beförderung von Postreisenden als Station zur Aufnahme von Personen benannt.[12] 

1912, am 7. Oktober ist bei der Posthilfstelle in Gräningen der Telegraphenbetrieb eröffnet worden.[13]

1874 zählte das Dorf zum Amtsbezirk Nennhausen.[14] 

1925 bestand Gräningen aus dem Dorf und den Wohnplätzen Abdeckerei, Försterei und An der Trift sowie dem Landgut Nennhof.[15] 

1935 waren 275 Einwohner verzeichnet, der nächstgelegene Ort mit Poststation und Eisenbahn war Nennhausen in einer Entfernung von 3,5 km, das zuständige Amtsgericht war in Rathenow.[16]