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Belletristik

1.) 1618–1648 – Dreißigjähriger Krieg: 

In einer Sage [27] wird von der Vermählung eines wohlhabenden Fräulein von Lochow mit einem schwedischen Offizier berichtet. 

Zum Zeichen der Unvergänglichkeit des Reichtums ihrer Familie warf dieses Fräulein bei einem Spaziergang einen goldenen Ring in den Gräninger See, in der Meinung, dass ihr Reichtum ebenso wenig vergehen könne, wie der Ring jemals wiedergefunden wird.

Als man später einmal einen Fisch aus dem besagten See zerlegte, fand sich der immer verloren geglaubte Ring wieder.

Von Stund an schwand der Wohlstand der Familie von Lochow und schließlich fiel im Jahre 1686 Nennhausen als erledigtes Lehen an den Kurfürsten zurück.


2.) 1811 - Das Umland von Gräningen [28] ist möglicherweise geografische Inspiration 

für das Kunstmärchen „Undine“ von Friedrich de la Motte Fouqué (1777–1843). 

In einem Brief schreibt dieser an Adelbert von Chamisso am 20. April 1812: 

„Weißt Du, wie wir einmal an einem stillen Abend – mich dünkt es war Herbst, oder die Gegend sah doch wenigstens herbstlich aus – nebeneinander auf dem Hügel am Gräninger See?“

Hier kann der Galgenberg (41,9 m) gemeint sein, der am östlichen Ufer des Sees heute noch begehbar ist. Der See, ein Naturschutzgebiet ist fast vollständig verlandet und zugewachsen, so dass er von dort nicht mehr zu sehen, oder gar erreichbar ist.

Kurzfassung mit örtlichem Bezug:

Ritter Huldbrandt kommt bei seiner Reise durch einen Zauberwald in einer Fischerhütte unter, die im See auf einer Landzunge erbaut wurde. Dort lebt auch die Ziehtochter des Fischerehepaars Undine, die nach dem Ertrinken der leiblichen Tochter des Paares im See, plötzlich aus einer Parallelwelt unter dem See aufgetaucht ist. Ritter Huldbrandt wird an diesem mystischen Ort durch einen plötzlichen Regenfall, der die Landzunge überspült, festgesetzt.

3.) 1912 - als Wohnort von Maria in einem Krimi (Thriller)

Es gibt einen Krimi „ Mörder kennen kein Erbarmen“ erschienen 2012 im Verlag K. Ronay, spielt jedoch 1912.

Die Hauptperson Maria, 21 Jahre alt, lebt mit ihrer jüngeren Schwester in Gräningen. Das Dorf wird gleich an 5 Textstellen erwähnt.


Den Mörder, Carl Großmann, die Bestie vom Schlesischen Bahnhof gab es wirklich, aber erst in den 20er Jahren.


Portrait:

Klaus Ronay hatte von 1945 bis 1957 für einige Jahre mit seiner Mutter  selbst in Gräningen gelebt, da sie in Berlin ausgebombt waren. Sie hatte es  in das letzte Haus der heutigen Gartenstrasse vor dem Wald verschlagen.

Ich hatte mit ihm Kontakt aufgenommen und konnte die Verbindung zu einem Schulfreund, der noch in Gräningen wohnt, herstellen. 

Im Fotoalbum meiner Mutter ist er auf Kindheitsfotos abgebildet.

Als K. P.-Ronay kam er 1967 zur DEFA und war 20 Jahre in der Filmproduktion tätig. Er arbeitete als Stuntman, Regieassistent und Actionregisseur.

Er schrieb mehrere spannende Romane und Drehbücher und lebte in Wilhelmshaven und ist am 17. November 2024 verstorben.



Dieses Buch gibt es als E-Book zum Download und es ist bei books.google.de mit Leseproben in der Vorschau einzusehen.

4. 1985 - Mord am Fuße des Großen Berges (echter Kriminalfall)

Ein Mord an Sarah Krahwinkel, einer jungen Frau aus Brandenburg am 13. Juni 1985. 

Aufgefunden durch einen Hobbyjäger aus Gräningen.

Im Buch "Das Feuerdrama von Cottbus" hat Wolfgang Swat diesen und andere authentische Kriminalfälle aus dem Spreewald, aus Berlin, Potsdam, Cottbus und Frankfurt/Oder aufgespürt und die aufsehenerregenden Verbrechen von allen Seiten beleuchtet - ein aufwühlendes Leseereignis!